Mindestlohn 2026: 13,90 € pro Stunde
Seit dem 1. Januar 2026 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 € brutto pro Stunde. Am 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 €. Hier finden Sie den Monatslohn nach Wochenstunden, das Netto, die Minijob-Grenze und die Ausnahmen.
Rechtsgrundlage: Mindestlohngesetz und Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung · Stand: 6. Oktober 2026
Seit 1. Januar 2026
13,90 €
brutto je Zeitstunde · +8,4 % gegenüber 2025 (12,82 €)
Ab 1. Januar 2027
14,60 €
brutto je Zeitstunde · +5 % gegenüber 2026
Mindestlohn 2026 im Monat und im Jahr
Der Mindestlohn ist ein Stundenlohn. Für den Monatslohn rechnet man mit durchschnittlich 4,33 Wochen pro Monat (52 Wochen ÷ 12). Die Tabelle zeigt den Bruttolohn nach Wochenarbeitszeit.
| Wochenstunden | Monat 2026 | Jahr 2026 | Monat 2027 |
|---|---|---|---|
| 20 Std. | 1.204,67 € | 14.456,00 € | 1.265,33 € |
| 25 Std. | 1.505,83 € | 18.070,00 € | 1.581,67 € |
| 30 Std. | 1.807,00 € | 21.684,00 € | 1.898,00 € |
| 35 Std. | 2.108,17 € | 25.298,00 € | 2.214,33 € |
| 38,5 Std. | 2.318,98 € | 27.827,80 € | 2.435,77 € |
| 40 Std. | 2.409,33 € | 28.912,00 € | 2.530,67 € |
Bruttowerte bei gleichmäßiger Arbeitszeit, ohne Zuschläge, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.
Mindestlohn netto
Bei einer Vollzeitstelle mit 40 Stunden (2.409,33 € brutto) bleiben in Steuerklasse I, ohne Kinder, ohne Kirchensteuer und mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 % rund 1.718,30 € netto im Monat. Abgezogen werden 167,00 € Lohnsteuer und 524,03 € Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung).
Zum Brutto-Netto-Rechner 2026 – mit Steuerklasse, Kirchensteuer, Kindern und Bundesland.
Minijob und Midijob 2026
Die Minijob-Grenze (Geringfügigkeitsgrenze) folgt dem Mindestlohn: Mindestlohn × 130 ÷ 3, aufgerundet auf volle Euro (§ 8 Abs. 1a SGB IV). Damit sind 2026 Minijobs bis 603,00 € im Monat möglich, das entspricht rund 43 Arbeitsstunden. Mit dem Mindestlohn von 2027 steigt die Grenze auf 633,00 €.
Zwischen 603,01 € und 2.000,00 € liegt der Übergangsbereich (Midijob): Beschäftigte zahlen dort geringere Sozialversicherungsbeiträge, die bis 2.000 € allmählich auf den vollen Arbeitnehmeranteil ansteigen (§ 20 Abs. 2 SGB IV).
Entwicklung des Mindestlohns
| Gültig ab | Brutto pro Stunde | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| 1. Oktober 2022 | 12,00 € | Mindestlohngesetz, § 1 Abs. 2 |
| 1. Januar 2024 | 12,41 € | MiLoV4, § 1 Nr. 1 |
| 1. Januar 2025 | 12,82 € | MiLoV4, § 1 Nr. 2 |
| 1. Januar 2026 | 13,90 € | MiLoV5, § 1 Nr. 1 |
| 1. Januar 2027 | 14,60 € | MiLoV5, § 1 Nr. 2 |
Wer hat Anspruch auf den Mindestlohn?
Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland, unabhängig von Branche, Betriebsgröße und Umfang der Beschäftigung – auch für Minijobs, Teilzeit, Aushilfen und Saisonkräfte. Höhere Branchenmindestlöhne (z. B. in der Pflege) und Tariflöhne gehen vor.
Keinen Anspruch haben nach § 22 MiLoG insbesondere: Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung, Auszubildende, Pflichtpraktika sowie freiwillige Praktika bis zu drei Monaten (zur Orientierung oder ausbildungsbegleitend), Teilnehmende an einer Einstiegsqualifizierung, ehrenamtlich Tätige und Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten einer neuen Beschäftigung.
Selbstständige und freie Mitarbeiter fallen nicht unter das Mindestlohngesetz.
Häufige Fragen zum Mindestlohn 2026
Wie hoch ist der Mindestlohn 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 € brutto je Zeitstunde. Das legt die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung (MiLoV5) fest. 2025 waren es 12,82 €, die Erhöhung beträgt also rund 8,4 %.
Wie viel ist der Mindestlohn 2026 im Monat?
Bei einer 40-Stunden-Woche sind es im Durchschnitt 2.409,33 € brutto im Monat (13,90 € × 40 Stunden × 52 Wochen ÷ 12 Monate). Bei 38,5 Stunden sind es 2.318,98 €, bei 35 Stunden 2.108,17 €.
Wie viel netto bleibt beim Mindestlohn?
Bei 2.409,33 € brutto im Monat (40 Stunden) bleiben in Steuerklasse I ohne Kinder und ohne Kirchensteuer etwa 1.718,30 € netto (Lohnsteuer 167,00 €, Sozialabgaben 524,03 €, mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag der Krankenkasse von 2,9 %). Ihren genauen Wert berechnen Sie mit dem Brutto-Netto-Rechner.
Wie hoch ist der Mindestlohn 2027?
Ab dem 1. Januar 2027 steigt der Mindestlohn auf 14,60 € brutto pro Stunde (+5 %). Auch diese Stufe ist bereits in der MiLoV5 festgelegt. Bei 40 Wochenstunden entspricht das 2.530,67 € im Monat.
Was ist die Minijob-Grenze 2026?
Die Geringfügigkeitsgrenze ist an den Mindestlohn gekoppelt (Mindestlohn × 130 ÷ 3, aufgerundet). 2026 liegt sie bei 603,00 € im Monat, ab 2027 bei 633,00 €. Bis 2.000,00 € gilt der Übergangsbereich (Midijob) mit reduzierten Arbeitnehmerbeiträgen.
Wer bekommt keinen Mindestlohn?
Ausgenommen sind unter anderem Auszubildende (für sie gilt die Mindestausbildungsvergütung), Jugendliche unter 18 ohne abgeschlossene Berufsausbildung, Pflichtpraktika und Orientierungspraktika bis drei Monate, ehrenamtlich Tätige sowie Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten einer neuen Beschäftigung (§ 22 MiLoG).
Gilt der Mindestlohn auch für Minijobber und Studierende?
Ja. Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren, auch in Minijobs, Teilzeit, als Aushilfe oder als Werkstudent. Wegen der höheren Stundensätze sinkt bei gleichem Monatsverdienst die Zahl der möglichen Arbeitsstunden.
Amtliche Quellen
- Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung (MiLoV5), § 1 – gesetze-im-internet.de
- Vierte Mindestlohnanpassungsverordnung (MiLoV4), § 1 – gesetze-im-internet.de
- Mindestlohngesetz (MiLoG), § 1
- Mindestlohngesetz (MiLoG), § 22 – Persönlicher Anwendungsbereich
- SGB IV, § 8 – Geringfügigkeitsgrenze
- SGB IV, § 20 – Übergangsbereich
Zuletzt geprüft: 6. Oktober 2026
Glossar
Gesetzlicher Mindestlohn
Die gesetzlich festgelegte Lohnuntergrenze, die kein Vertrag unterschreiten darf. Jedes Land legt sie je Stunde, je Tag oder je Monat fest, und die Zahl der Jahreszahlungen unterscheidet sich von Land zu Land.
Bruttogehalt
Der im Vertrag vereinbarte Betrag, vor jedem Abzug. Er steht im Arbeitsvertrag und ist der Ausgangspunkt jeder Lohnabrechnung.
Nettogehalt
Was nach den gesetzlichen Abzügen übrig bleibt. Es bleibt eine Schätzung, solange die Abzüge aus Ihrem eigenen Vertrag fehlen, etwa Krankenversicherung, Fahrtkosten, Unterhalt und Vorschüsse.
Effektiver Satz
Wie viel der Abzug vom gesamten Gehalt ausmacht, in Prozent. Er liegt immer unter dem Satz der obersten Stufe, weil die unteren Teile mit niedrigeren Sätzen belastet wurden.
Beitragsbemessungsgrenze
Das höchste Gehalt, auf das Arbeitnehmer Sozialbeiträge zahlen. Darüber wächst der Abzug in Geld nicht weiter, der effektive Satz sinkt also mit steigendem Gehalt.
Urlaubs- und Weihnachtssubsídio
In Portugal zwei zusätzliche Jahreszahlungen neben den zwölf Monatsgehältern, weshalb von vierzehn Monaten die Rede ist. Der Jahreswert eines portugiesischen Gehalts ist daher nicht einfach das Zwölffache des Monatswerts.